Tierurnen

Was tun wenn ein geliebtes Tier stirbt?

Verschiedene Tierbestattungen

Tierurnen

1.Die Tierbestattung – welche Möglichkeiten gibt es?

 Seit den 1990er‑Jahren gibt es einen deutlichen Wandel in der Bestattungskultur für Tiere. Viele Menschen, die eine enge Bindung zu ihrem Tier hatten, wünschen sich eine würdevolle Beisetzung.

In Deutschland gibt es inzwischen rund 120 Tierfriedhöfe. Dort unterscheidet man zwischen:

  • Tierkörperbeisetzung
  • Urnenbeisetzung

Die Auswahl an Tiersärgen reicht von einfachen Kartonagen bis hin zu hochwertigen Holzsärgen. Auch Zeremonien sind möglich. Zusätzlich fallen Grabmieten an – hier lohnt es sich, die Kosten vorab beim Tierfriedhof oder Tierbestatter zu erfragen.

Die Einäscherung – Sammel- oder Einzelkremierung?

Wenn du dich für eine Einäscherung entscheidest, stehen zwei Varianten zur Wahl:

Sammelkremierung

Mehrere Tiere werden gemeinsam eingeäschert. Du erhältst ein Zertifikat mit Zeit und Ort der Kremierung.

Einzelkremierung

Dein Tier wird allein eingeäschert. Die Asche kannst du in einer Urne aufbewahren oder beisetzen lassen.

Viele Menschen entscheiden sich heute dafür, die Urne zu Hause aufzubewahren. Es ist außerdem erlaubt, die Asche in der Natur oder in Gewässern zu verstreuen.

Die Kosten für Kremierung und Urnen variieren stark. Informiere dich am besten direkt beim Anbieter.

Einige Friedhöfe bieten inzwischen auch Mensch‑Tier‑Gräber an. Wenn dich dieser Gedanke anspricht, erkundige dich bei deiner Kommune und halte deinen Wunsch schriftlich fest.

3.Beisetzung im eigenen Garten – was ist erlaubt?

 Wenn du dein Tier im Garten beisetzen möchtest, beachte bitte folgende Regeln:

  • mindestens 50 cm tief
  • nur auf Privatgrundstücken
  • 1–2 Meter Abstand zu öffentlichen Wegen
  • große Hunde (ab Schäferhundgröße) benötigen eine Genehmigung
  • nur verrottbare Materialien (Karton, Naturtücher)

Nicht erlaubt ist eine Beisetzung:

  • in Wasserschutzgebieten
  • in Wald und Flur
  • an Gewässern

Erkundige dich im Zweifel bei deiner Kommune, da sich Richtlinien ändern können.

4.Tierkörperbeseitigungsanlagen – was passiert dort?

Du kannst dein Tier nach der Euthanasie beim Tierarzt lassen. Von dort wird es in eine Tierkörperbeseitigungsanlage gebracht. Stirbt dein Tier zu Hause, kannst du es auch selbst dorthin bringen.

Früher wurden Tierkörper zu Tiermehl oder Tierfetten verarbeitet. Das hat sich seit dem BSE‑Skandal geändert. Haustiere gehören heute zur Kategorie 1, was bedeutet:

  • mögliche Infektionsgefahr
  • alle Bestandteile müssen verbrannt werden
  • Lagerung erfolgt in speziellen Behältern

Wenn dich die Entwicklung der Tierkörperbeseitigung interessiert, findest du hier eine ausführliche Historie (der Link ist bereits in deinem Beitrag).

https://www.umwelt.nrw.de/fileadmin/redaktion/PDFs/landwirtschaft/tierhaltung_tierschutz/tnn_artikel_vom_abdecker_zur_umsatzsteuer.pdf

Wenn du deine Entscheidung getroffen hast

Notiere dir alle wichtigen Kontaktdaten für den Tag X. Wenn du über dieses Thema vertraulich sprechen möchtest, biete ich dir gern eine Gesprächszeit an. Manchmal hilft ein Gespräch, wenn die Entscheidung schwerfällt.

Vielleicht möchtest du auch schon jetzt ein paar Haare deines Lieblings aufbewahren, um später eine schöne Erinnerung daraus fertigen zu lassen.

„Wir dürfen die Augen vor Realitäten nicht verschließen, sondern sie annehmen und mit ihnen leben.“

Ich wünsche dir und deinem felligen Begleiter eine lange, freudvolle Zeit. Deine Sonja

6. Du darfst trauern

Du darfst – und du sollst – trauern, wenn der Schmerz des Abschieds kommt. Trauer ist ein natürlicher Prozess und der erste Schritt zur Heilung.

Jeder Mensch trauert anders. Doch eines ist immer gleich: Trauer tut weh.

Wenn du dich in deiner Trauer gefangen fühlst, reiche ich dir hier die Hand. Du kannst bei mir eine Trauerbegleitung buchen. Ich zeige dir Wege, wie deine Seele langsam heilen kann und wie aus schmerzvollen Erinnerungen liebevolle, wertschätzende Erinnerungen werden.


 
 

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